Der Kampfpanzer Leopard 1
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Von der Experimentalentwicklung zum Leopard 1A3

Schon im Jahre 1968 zeigten sich erste Unstimmigkeiten bei den, an der Kpz 70 beteiligten Staaten. Dies mag ein Grund für die Vorschläge des Ing Büro´s Porsche für eine Kampfwertsteigerung des Leopard 1 und eine Verbesserungsliste für zukünftige Neuentwicklungen gewesen sein. Die “Porsche” Vorschläge sahen eine ganze Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten vor, die zum Teil auch die Erfahrungen aus dem Truppengebrauch des Leopard 1 wiederspiegelten.

Dies waren u.a.:

- Ladeautomat oder Ladehilfe

-Änderung des Turmhecks

- Änderung des Fahrzeughecks

- koaxiale Maschinenkanone als Sekundärbewaffnung

- Innenbedienbares MG auf dem Turmdach

- Ausfahrbare fernsehanlage

- geänderte Getriebeschaltung

- Änderung der Abgasführung

 

Die Entwicklung Kpz 70 / Leopard 2 wurde weiter vorangetrieben, bis 1969 / 70 das Ende der bilateralen Entwicklung abzeichnete. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Entwicklung aber schon viele neue Techniken und neue Inovationen geliefert. Eine dieser Inovationen war die Auslegung der Panzerung als Verbund- / Schottpanzerung.

Dieser Versuchsträger der Experimentalentwicklung zum Leopard 2 aus dem Jahr 1669 weist schon alle Merkmale des späteren Leopard 1 A3 Turms auf. An diesem Versuchsträger ist eine 120 mm Glattrohr Kanone in einer “Spitzmaus” Blende verbaut. Diese Blende gab dem Turm auch seinen Namen: “Spitzmausturm” . Auf dem Turmdach, hinter der Ladeschützenluke, befindet sich das, von innen bedienbare, Fliegerabwehr (Fla) MG. Als Zieleinrichtung ist noch der Basis Entfernungsmesser des Leopard 1 verbaut, jedoch mit neuen, seitlich öffnenenden, Verschlußklappen. Es ist zu vermuten, daß dieser Turm noch nicht in Schottbauweise ausgeführt ist. Der am Turmheck angebrachte Staukorb, wich später einer Ausführung in Blech. Das Fahrzeug ist bereits 1969 mit dem PERI R12 ausgestattet, welches aber noch Schwächen zeigte und zu diesem Zeitpunkt für eine Serienfertigung nicht in Betracht kam.

Diese Rückansicht des “Spitzmausturm” zeigt die spätere Anordnung von Zielscheinwerferkasten und Wischerbürstenhalterung des Leopard 1A3 und 1A4. Ebenfalls gut zu erkennen die Anordnung des Fliegerabwehr MG, hinter der Ladeschützenluke. Um das Fla MG an dieser Stelle verbauen zu können, wurde die Ladeschützenluke nach 1 Uhr (vorn rechts) geöffnet. Die dadurch entfallenen Ladeschützenwinkelspiegel zu ersetzen, wurde ein beweglicher Winkelspiegel schräg vor der Ladeschützenluke verbaut.

Ein weiterer Versuchsträger der Experimentalentwicklung 1969 / 70 an der Erprobungsstelle 91 in Meppen. Dieser mit einem Messaufbau versehene Turm zeigt alle Merkmale des späteren Leopard 1A3 Turms. Die geänderte Blendenform ist durch den Einbau einer 20 mm Koaxialbewaffnung begründet. Die Blende weist keine Vorrichtungen zur Aufnahme des Zielscheinwerfers vor, da es zu dieser Zeit noch geplant war den Ziescheinwerfer, an einem Gestell am Turmheck, aus zu klappen. Hinter der Ladeschützenluke befindet sich nun eine von innen bedienbare Nahverteidigungswaffe. Diese Nahverteidigungswaffe ist hier ein dreh- / kippbarer Becher der Nebelmittelwurfanlage. Später sollte diese Waffe auch von innen Nachladbar und zum Verschuss von Brisanzgranaten bis zu einer Reichweite von 400 Metern ausgelegt werden. Auch in diesem Turm ist noch der Basisentfernungsmesser des Leopard 1 verbaut. Viele dieser Neuerungen werden im Leopard 1A3 umgesetzt, andere kommen erst mit Einführung des Leopard 1A4 oder gar des Leopard 2 und dessen Kampfwertsteigerungen. Einige, wie die von innen bedienbaren Waffen und ausklappbare Zielscheinwerfer, werden nie verwirklicht.

Draufsicht eines Prototypenturm Leopard 2. Gut zu erkennen die Nahverteidigungswaffe, der geänderte Öffnungswinkel der LS_Luke und die Einbauöffnung für die 20mm Paralellbewawaffnung. Bei diesem Turm wurden die Antennenfüße von vorn hinter der Blende, bereits nach hinten versetzt. Bemerkenswert, das keine Lukenringe mehr geplant sind, der Zielscheinwerfer (Bild unten) ausklappbar angebracht wurde und auf der Turmdecke unzählige Befestigungspunkte vorhanden sind. Auch fehlt der Astabweiser am PERI R12.

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